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Neue Studie, altes Ergebnis - Einzelhändler müssen handeln!

Ein mittelmäßiges Zeugnis für deutsche Innenstädte und der stationäre Einzelhandel ist machtlos. Was können wir noch aus der neuen Studie lernen können und wie kann der Einzelhändler selbst reagieren um seine Kunden weiterhin zu erreichen, wenn jeder fünfte bereits seltener in die Stadt kommt? Digitalisierung ist das Stichwort.
Neue Studie, altes Ergebnis - Einzelhändler müssen handeln!

Laut einer neu veröffentlichten Umfrage des IFH Köln schneiden die deutschen Innenstädte nur mittelprächtig ab. Bundesweit wurden mehr als 59.000 Passanten in 116 Städten zu Aspekten wie Einkaufsmöglichkeiten, Erreichbarkeit, Atmosphäre sowie Gastronomie-Angebot befragt und sollten Schulnoten vergeben. Das Zeugnis fiel nur mittelmäßig aus, lediglich eine 3+ für die deutschen Einkaufsmeilen im Durchschnitt. Bei der Frage, was besonders wichtig wäre waren sich die meisten einig: Auswahl und Flair.

Schon bei der ersten Befragung des Instituts für Handelsforschung Köln im Jahr 2014 hatten Kunden dieselbe Note vergeben und ebenso 2016. Also hat sich seither weder viel verbessert noch verschlechtert. Allerdings hat der Online-Handel in dieser Zeit rund 50% zugelegt, aber dazu später mehr.

In der Studie gab zudem fast jeder zweite an, er würde gerne vorher im Internet nachsehen können, ob die Geschäfte bestimmte Artikel vorrätig haben und was die Läden vor Ort an Auswahl bieten. Jeder fünfte sagte sogar, dass er mittlerweile seltener in die Stadt kommt, weil er mehr online kauft. Bei den unter 25-Jährigen sogar jeder dritte. Was hat das für Folgen für den Handel oder besser, welche Optionen ergebenen sich daraus?

Handel ist Wandel

Handel ist Wandel: Dieses Sprichwort galt schon vor über 50 Jahren, als die ersten Supermärkte die Tante-Emma-Läden ablösten und dieses Sprichwort gilt auch heute noch. Der Online-Handel bereitet vielen Geschäftsleuten Sorgen, dabei darf man im Internet nicht den Feind sehen, sondern eine Herausforderung und Chance. Das Internet hat den Handel revolutioniert, aber welche Möglichkeiten bieten sich durch eine Digitalisierung des Einzelhandels?

Wir bleiben vorerst bei Zahlen und werfen einen Blick auf Studien zum Online-Handel, so wie das mobile Kaufverhalten der sogenannten “Smartshopper”. Das Kreditkarteninstitut Mastercard gibt an, dass sich das Einkaufen mit dem Smartphone oder Tablet mittlerweile zum Standard etabliert hat, in ganz Europa und die Deutschen sind dabei Tabellenführer. Laut Studie nutzen 80% der Europäer und 84% der Deutschen ein Mobilgerät zum Einkaufen, 41% in Europa und 48% in Deutschland sogar oft bis immer. Jeder zweite deutsche Smartshopper nutzt mindestens einmal die Woche ein Mobilgerät zum Einkaufen. Folge: Über die Hälfte der Einzelhandelsumsätze werden digital erwirtschaftet. Auch hier sind die Deutschen, mit 56%, wieder digitaler unterwegs als der europäische Durchschnitt, der mit 52% immer noch das meiste Geld im klassischen Einzelhandel ausgibt, ergo gehen 44% der Umsätze in den stationären Einzelhandel. Wo und wann wird also heute eingekauft?


Für deutsche Verbraucher ist Schnelligkeit ein wichtiges Kriterium für den mobilen Einkauf. So sagten Kunden besondere Vorzüge und überzeugende Argumente seien: Die Möglichkeit der sog. Ein-Klick-Käufe, die einfache Navigation und auch die verbesserte Sicherheit scheint die deutschen Kunden zu überzeugen.

“Einzelhandelssterben: Der lokale Handel ist tot, lang lebe der lokale Handel”

Es gibt Möglichkeiten sein Unternehmen zu digitalisieren, um den Anschluss nicht zu verpassen und durch eine Verbindung von On-/Offline-Handel präsent zu sein, den Kunden genau da abzuholen wo er gerade steckt. Auch auf dem Weg zur Arbeit oder abends auf dem Sofa. Ein Zauberwort in diesem Fall heißt: Omnichannel.

Hierzu erstmal einige Zahlen des Bundesverband für E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), die schon wesentlich ansprechender aussehen.

Gegenüber dem Vorjahr stieg der Bruttoumsatz der Waren im E-Commerce auf gut 65 Milliarden Euro. Aufgeholt haben sog. Multichannel-Anbieter, deren E-Commerce-Umsätze stiegen ebenfalls. Die “Pureplayer”, in diesem Fall Händler die ausschließlich online Artikel verkaufen, konnten ebenfalls einen gesunden Wachstumschub vorweisen. Nach angaben des bevh waren Online-Marktplätze der größte Vertriebskanal, die Umsätze stiegen hier auf 30,6 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz von Waren und Dienstleistungen im Online- und Versandhandel belief sich insgesamt auf 85,5 Milliarden Euro, das ist ein Wachstumsplus von fast 10%. Zudem gibt es auch eine positive Prognose: Für das Jahr 2019 rechnet der bevh für den Online-Handel mit einem Umsatzplus von 10,5% auf 71,4 Milliarden Euro.


Sollten diese Zahlen nicht schon genug Mut machen, die Möglichkeiten der Kanalvernetzung zu nutzen, empfehlen wir ein zwar schon etwas älteres, aber motivierendes Video von Björn Dorra, CEO bei VersaCommerce, zum Thema Digitalisierung im Einzelhandel.

Vom Off- zum Online-Handel

Multichannel und Omnichannel, beides Begriffe die kanalübergreifende Geschäftsmodelle beschreiben und sich lediglich über das Ausmaß der Kanäle unterscheiden:


Zum Omnichannel-Einzelhandel werden für das Einkaufserlebnis des Kunden, das schließt die Recherche vor dem Kauf mit ein, verschiedene Kanäle genutzt. Diese Kanäle können Einzelhandelsgeschäfte, Onlineshops sowie Online-Marktplätze und Plattformen sein. Ob jetzt alle Kanäle miteinander verbunden werden (Omnichannel) oder “nur” jeder für sich genutzt wird (Multichannel), in jedem Fall bietet es die Möglichkeit online präsent zu sein und vor allem erreichbar.

Unser Fazit zum Shoppingverdruss in deutschen Innenstädten:

Als Einzelhändler kann man nichts gegen ein mangelndes Parkplatzangebot ausrichten und es kommt auch nicht für jeden in Frage, einfach den Standort in eine 1a-Lage mit hoher Frequenz zu wechseln. Aber durch die Digitalisierung des eigenen Unternehmens ist es möglich sogar mehr Kunden zu erreichen, als die übliche Lauf- und Stammkundschaft. Habt Mut, macht euch schlau, gerne auch in unserem Blog. Für die Mutigen die jetzt schon mal sehen wollen wie so ein Onlineshop aussehen kann, funktioniert und kostenlos testen möchten: http://versacommerce.de/online-shop/beispiele

Bilder © VersaCommerce

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